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Persönliche Freiheit – eine kostbare Errungenschaft

Wir leben in Deutschland in einer freien Welt. Doch was hindert uns daran, uns auch wirklich frei zu fühlen?

Die Geschichte von Ayaan Hirsi Ali ist ein eindrucksvolles Beispiel für diese Frage. Sie kennt das Leben ohne Freiheit: als Frau in einer Gesellschaft, die dem Einzelnen wenig Raum lässt. Geboren in Somalia und aufgewachsen auf der Flucht vor politischer Verfolgung, war es ihre Entscheidung zur Freiheit, die sie dazu brachte, ihren Kulturkreis zu verlassen und ein neues Leben in Europa zu beginnen. „Ich war einfach eine junge Frau, die irgendwie sie selbst sein wollte,” sagt sie dazu.

Heute setzt sie sich als bedeutende Kritikerin der Rolle der Frau im Islam weltweit für Frauenrechte und persönliche Freiheit ein. Ihr Beispiel zeigt, was es bedeutet, sich für persönliche Freiheit zu entscheiden und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Dieser Mut wird im Rückblick oft bewundert, doch ist er für diejenigen, die ihn leben, eine tägliche Herausforderung. „Sich anzupassen gelingt nur mit der Erkenntnis, dass ich als Individuum selbst für mein Schicksal verantwortlich bin, ganz egal, ob Mann oder Frau.”

Begegnung in meiner Praxis

Dieser Weg zur Freiheit ist oft unbequem, sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft, die ihm Raum geben muss. Was Hirsi Ali hier beschreibt, ist mehr als ein kultureller Wandel – es ist eine Renaissance der persönlichen Freiheit, ein Wert, den wir allzu leicht als selbstverständlich ansehen. Auch wenn sie heute in den USA lebt, betont sie, wie wichtig es ist, dass wir Europäer den Wert der Freiheit bewusst pflegen und weitergeben – vielleicht sogar von jenen inspiriert, die das Privileg der Freiheit erst erobern mussten.

Ayaan Hirsi Alis Geschichte erinnert uns daran, dass Freiheit, Selbstbestimmung und die Verantwortung für das eigene Leben uns nicht nur zustehen, sondern dass wir den Mut aufbringen müssen, sie zu verteidigen.

2017

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